Beschreibung

Ein in die Jahre gekommenes Einfamilienhaus aus der Nachkriegszeit mit mehreren Anbauten in den Folgejahren, zwei Garagen und Asbestfassade sollte einem vollbiologischem Zweifamilienhaus weichen. Durch die leichte Hanglage bot es sich an, ein Einfamilienhaus samt Mietwohnung mit getrenntem Eingang und direktem Zugang zum Garten für beide Einheiten entstehen zu lassen.

Wichtig war den Bauherren neben einer vollbiologischen, nachhaltigen und ökologisch vertretbaren Bauweise ein durchdachter und flexibler Grundriss – der heute optimal zu den Anforderungen einer jungen Familie passt, aber auch im Alter durch entsprechende Abtrennungen ein sorgenfreies Wohnen ermöglicht. Ebenso sollte viel Wert auf ein nachhaltiges Energie- und Heizkonzept gelegt werden. Inklusive SmartHome-Integration in das Wohnkonzept der jungen Familie.

Auf insgesamt knapp 300 qm Wohnfläche ist ein dreigeschossiges Zweifamilienhaus nach KfW 40 Plus Standard entstanden. Die getrennten Eingänge zur Hauptwohnung und zur Mieteinheit sind nordseitig ebenerdig angelegt. Ergänzt werden die beiden Einheiten durch eine Doppelgarage, einen in die Architektur eingebetteten Carport sowie einen weiteren nicht überdachten Stellplatz für die Hausbewohner. Aufgrund der Hanglage ist der Wohnungseingang der Mietwohnung im Untergeschoss. Trotz dieses Umstandes ist es gelungen die Wohn- und Lebensräume der Mietwohnung hell und lichtdurchflutet zu gestalten, ergänzt um einen auf dieser Etage integrierten Keller und Raum für die Haustechnik. Eine große nach Süden ausgerichtete Terrasse mit direktem Gartenzugang runden den Wohnraum für die zukünftigen Mieter optimal ab. Die zweigeschössige Hauptwohnung ist so gestaltet, dass sie später bei Bedarf getrennt werden kann, sodass jedes Geschoss einzeln genutzt werden kann, ohne heute Einbußen hinnehmen zu müssen. Möglich ist dies durch einen flexiblen und durchdachten Grundriss. Die Hauptwohnung besitzt zwei große nach Süd/West ausgerichtete Balkone samt Zugang zum großen Garten über eine Treppe. Um den Wohnkomfort maximal zu steigern, wurde auf Wunsch der Bauherren ein umfangreiches SmartHome-Konzept via Loxone umgesetzt. So werden beispielsweise die Jalousien nach Sonnenstand unter Berücksichtigung der einzelnen Raumtemperatur gesteuert. Weitere Vorteile der Hausautomation sind ein via Präsenzmelder gesteuertes Licht- und Sicherheitskonzept sowie eine vollständige Integration der Haustechnik in das System. Für genügend Energie sorgt eine Ost-/West Photovoltaikanlage mit 24,89 kWp und ein 10.2 kw Batteriespeicher incl. Ersatzstromfähigigkeit. Geheizt wird neben einem auf den Heizbedarf ausgerichteten Grundofen mit einer effizienten Luft-/Wasser Wärmepumpe, ergänzt um einen großen thermischen Pufferspeicher samt Frischwasserstation. Ebenso wurde ein umweltfreundliches Kalkschutzsystem sowie eine Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Beide Wohneinheiten besitzen eine 11kw Wallbox und sind somit optimal für die E-Mobiliät von heute und morgen vorbereitet.

Dank der vollbiologischen Bauweise, ergänzt durch ein effizientes Heizkonzept, der umgesetzten Hausautomation und der Weitsicht der Bauherren ist ein echter Wohn(t)raum auf drei Etagen entstanden. Durch die großzügige Photovoltaikanlage samt Speicher und Ersatzstromfähigkeit ist das Haus in der Lage sich nahezu das komplette Jahr selbst mit Energie zu versorgen. Besonders erwähnenswert ist außerdem, dass sämtliche Handwerker und eine Vielzahl der Baustoffe aus der Region kommen und so der ökologische Fußabdruck schon während der Bauphase maximal reduziert werden konnte.

Eckdaten

Nachfolgend ein paar Eckdaten zum Projekt: 

ProjekttypZweifamilienhaus
Fertiggestellt????
Wohnflächengröße300 qm2
Gebaut in87435 Kempten 

Leistungsumfang

© Rietzler Holzbau GmbH - 2026 | Impressum | Datenschutz